Dachflächenaktivierung – Attraktive Gemeinschaftsräume auf den Dächern der Stadt

(English below)

Die ungenutzten Dächer unserer Städte bergen ein großes Potenzial, das nur darauf wartet, genutzt zu werden. Auch in Stuttgart sind eine Vielzahl von Flachdächern ungenutzt. Hier setzt der Entwurf an und aktiviert Dachflächen für einen Dachpark mit Gemeinschaftshaus.

Für den gemeinschaftlichen Dachpark werden Dachflächen durch Brücken zu einem Netzwerk verbunden. Jedes Dach hat hier sein eigenes und ganz besonderes Programm. Zum Beispiel ist städtisches Gärtnern auf einer Terrasse möglich, eine andere bietet Platz für sportliche Aktivitäten und wieder eine andere beherbergt einen Grillplatz. Die Liste der möglichen Dachflächen und Programme ist nahezu endlos. Die typische Stuttgarter Bebauung mit freien, eng beieinander liegenden Gebäuden gleicher Höhe mit Flachdach auf Mansarden müssen nur mithilfe von Brücken miteinander verbunden werden.

Der Ausgangspunkt für dieses Netzwerk von öffentlichen Bereichen ist das Gemeindehaus in der Mitte des Blocks. Dank seiner verspiegelten Oberfläche zieht sich das Gebäude in dem Block zurück und sorgt weiterhin für eine ausreichende Belichtung des Innenhofs. Das Gebäude ist eine Erweiterung eines ehemaligen Industriegebäudes, in dem sich heute die städtische Musikschule befindet. Im Gemeindehaus befindet sich ein Gemeinschaftsraum mit Küche, Umkleidekabinen und einem Pool auf dem Dach. Jedes Haus, das sich mit seiner Dachfläche dem Netzwerk anschließt, hat Zugang zum Gemeinschaftsraum. In dieser Logik können auf ungenutzten Flächen an prominenter Stelle über den Dächern Stuttgarts attraktive Orte der Gemeinschaft entstehen.