(Englisch below)
Im ersten Mastersemester an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart beschäftigte ich mich mit der ehrwürdigen Bauakademie aus dem Jahre 1836 von Friedrich Schinkel in Berlin. Die Stadt plant derzeit den Wiederaufbau des im zweiten Weltkrieg zerstörten Bauwerks in unmittelbarer Nachbarschaft zum rekonstruierten Berliner Stadtschloss. Im Rahmen des Entwurfs und Seminars „Die retrotopische Falle“ haben wir uns kritisch mit diesem Vorhaben auseinandergesetzt.


In meinem Entwurf habe ich mich an der angewandten Symbolik von Schinkel orientiert. Er nutzte den Ziegel als Symbol des technologischen Fortschritts und präsentierte ihn demonstrativ nach außen hin. Meine Bauakademie sollte auch einen zeitgemäßen Baustoff bzw. eine Produktionstechnik zur Schau stellen. Der 3D-Druck von Beton ist hierfür die entsprechende adäquate Analogie.




Der Bau vermittelt zwischen Alt und Neu. So bilden neun runde Stützen das Fundament der Konstruktion. Die Form ergibt sich aus dem 3D-Druckprozess. An neun Punkten wird die neue Bauakademie radial gedruckt. Mit fortschreitendem Bau nähern sich die Druckköpfe immer mehr dem Grundriss der alten Bauakademie an. Von oben ist der Grundriss der alten Schinkelschen Bauakademie auf der Dachterrasse vollständig lesbar.



Der Besucher des neuen Architekturmuseums betritt den Innenhof durch die Trichterarkaden und gelangt von dort in das Gebäude. Die Arkaden öffnen sich zum Fluss und zum Vorplatz hin und laden zum Eintreten ein.




